Oberfrankens Polstermöbler stehen weltweit für Tradition und Innovationskraft

02.10.2013

Coburg. Die oberfränkische Polstermöbelindustrie konnte sich im ersten Halbjahr 2013 besser behaupten als die deutsche Möbelindustrie insgesamt. Gegenüber einem bundesweiten Minus von 4 Prozent setzten die Oberfranken – die einen Großteil der Polstermöbel in Deutschland herstellen – lediglich 1,9 Prozent weniger um als im Vorjahreszeitraum. Dies ist auch der Wert, den der Verband der Deutschen Polstermöbelindustrie in seiner Auftragsstatistik ermittelt hat, wobei das Minus beim Inlandgeschäft (– 0,9 %) deutlich geringer ausfiel als beim Auslandsgeschäft (– 5,9 %).

Die Gründe für den leichten Rückgang sieht Christian Dahm, Geschäftsführer des Verbandes der Holzwirtschaft und Kunststoffverarbeitung Bayerns, zum einen in einem sehr starken ersten Halbjahr 2012, in dem es zum Teil zweistellige Zuwachsraten gab. „Zum anderen lief die Baukonjunktur aufgrund des langen Winters im ersten Halbjahr langsamer an, als gewünscht. Dadurch kam es zu Verzögerungen bei Hausfertigstellungen, was wiederum deutlichen Einfluss auf die Möbelindustrie als letztes Glied der Kette hat“, so Dahm.

Deutlich besser stehen laut Dahm die Vorzeichen für das zweite Halbjahr: „Die konjunkturelle Lage wird sich nach Einschätzung der Unternehmen besonders im vierten Quartal zum Positiven wenden. Nach einem langen Sommer, in dem die meisten Kunden auf einen Besuch im Möbelhaus verzichtet haben dürften, erwarten wir mehr Aktivitäten in der zweiten Jahreshälfte.“ Neben der weiterhin positiven Baukonjunktur geben zusätzliche Faktoren wie die niedrige Arbeitslosenzahl sowie die erheblichen Tariflohnerhöhungen Gründe zum Optimismus. Letzteres werde sich mittelfristig positiv auf die Binnennachfrage auswirken. „Insgesamt rechnen wir mit einer Stabilisierung der Umsätze der oberfränkischen Polstermöbelhersteller im weiteren Jahresverlauf, so dass wir am Ende ein ausgeglichenes Ergebnis erreichen dürften“, so Dahm.

Oberfränkische Leistungsschau

Vom 29. September bis 2. Oktober 2013 lädt die oberfränkische Polstermöbelindustrie anlässlich der Hausmesse Oberfranken in ihre Showrooms ein. Mehr als 20 Unternehmen präsentieren den Fachbesuchern ihre Neuheiten, Weiterentwicklungen sowie neue Marketingstrategien. „Die diesjährigen Hausmessen beweisen erneut, dass das Zentrum der europäischen Polstermöbelindustrie in Oberfranken liegt. Starke Marken, eine lange Tradition, aber auch eine hohe Innovationskraft sind in unserer Region zu Hause“, so Christian Dahm. Nicht umsonst zähle der Wirtschaftsstandort Oberfranken zu den leistungsfähigsten Regionen in Europa. Die Zahl an leistungsstarken, hauptsächlich klein- und mittelständisch geprägten Industriebetrieben sei dort überdurchschnittlich hoch. Einen großen Beitrag steuert auch die Polstermöbelindustrie dazu bei.

Für den Handel geben die Hausmessen traditionell den Startschuss für das Herbstgeschäft. Die Fachbesucher erleben dort die komplette Sortimentskompetenz der oberfränkischen Polstermöbelindustrie. „Die Oberfranken stehen seit Jahrzehnten für ausgezeichnete Produktqualität mit dem Gütesiegel ‚made in Germany’, die Verwendung nachhaltiger Rohstoffe sowie ein gutes Preis-Leistungsverhältnis“, erläutert Dahm. Auch in Handelsthemen nehmen sie eine Vorreiterrolle ein, wie die aktuelle Vermarktung unter dem Stichwort IDM sowie die Aktivitäten in den elektronischen Medien belegen. „Besonders die gelungene Kombination aus Tradition und Innovation der Unternehmen in Oberfranken ist unschlagbar. Die ansässigen Unternehmen sind über Jahrzehnte gewachsen und prägen die gesamte Region. Sie besitzen ein enormes Leistungspotenzial und eine hohe Innovationskraft“, so Dahm.

Polsterday 2013

„Um dem in unserer Branche vorherrschenden Fachkräftemangel entgegenzuwirken, werden die oberfränkischen Polstermöbelhersteller auch in diesem Jahr ihre Ausbildungsoffensive fortsetzen“, sagt Dahm. Am „Polsterday“ am 10. und 11. Oktober 2013 haben Schülerinnen und Schüler die einmalige Gelegenheit, Exkursionen zur Berufsorientierung in einen Polstermöbelbetrieb aus der Region zu unternehmen. Dort lernen sie einen oder mehrere Betriebe kennen und können die praktische Arbeit einer/s Polsterers/in oder einer/s Polster- und Dekorationsnähers/in hautnah erleben. Die Jugendlichen bekommen einen Einblick in den gesamten Herstellungsprozess eines Möbels – vom Entwurf über einzelne Arbeitsschritte bis hin zum fertigen Möbel.

26. September 2013

Achim Hannott
Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Verband der Deutschen Möbelindustrie

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