Möbelmarkt Interview mit Christian Dahm

03.09.2014

Hausmessen Oberfranken
Design. Trends. Innovationen.

Polstertrends „made in Franken“

Vom 28. September bis 1. Oktober öffnen die oberfränkischen Polstermöbelhersteller wieder ihre Showrooms und präsentieren im Rahmen der Hausmessen 2014 ihre neuen Designs, Trends und Innovationen. Die Region Oberfranken punktet vor allem mit ihrer attraktiven Infrastruktur aus kurzen Wegen. Hier findet sich die geballte Polstermöbelkompetenz konzentriert auf einem überschaubaren Gebiet. Christian Dahm, Geschäftsführer des Verbandes der Holzwirtschaft und Kunststoffverarbeitung Bayern/ Thüringen, gibt im Gespräch mit dem MÖBELMARKT einen Ausblick, was die Handelspartner auf den Hausmessen Oberfranken in diesem Jahr erwartet.

Möbelmarkt:
Die Hausmessen Oberfranken gehen in Kürze wieder an den Start. Wie viele Unternehmen werden sich präsentieren?

Christian Dahm: 
Die Hausmessen Oberfranken sind für die Aussteller und den Fachhandel der wichtigste Messetermin des Jahres. Der Termin vom 28. September bis zum 1. Oktober 2014 sollte bei jedem im Kalender stehen, der mit Polstermöbeln zu tun hat. 21 Unternehmen der Region werden ihre Neuheiten und Innovationen in den hauseigenen Showrooms präsentieren. Mit den Neuzugängen S+K und Talis freuen wir uns auf lebhafte Messetage mit den Ausstellern: Arco, Brühl & Sippold, EMP, FM Munzer, F+S, Gehlen, Gruber, Max Häublein, Koinor, K+W, Machalke, Mayer, Ponsel, Pora, Ewald Schillig, W. Schillig, S+K, Talis, TM Collections, Ultsch und Max Winzer.

Möbelmarkt:
Was erwartet die Besucher zu den diesjährigen Hausmessen?

Christian Dahm: 
Unsere Hersteller präsentieren dieses Jahr viele neue Ideen und Konzepte. Die neuen Kollektionen wecken Begehrlichkeiten. Es wird Zeit, dass auch der Endkunde die neuen Modelle in den Ausstellungen des Handels entdecken kann. Der Trend zu Funktionen bleibt ungebrochen. Auch die Individualisierung spielt eine immer stärkere Rolle. Und diese Nachfrage kann optimal durch die Teilnehmer der Hausmessen Oberfranken erfüllt werden.

Möbelmarkt: 
Worin liegen die Stärken und die Einzigartigkeit der Teilnehmer der oberfränkischen Hausmessen?

Christian Dahm: 
Qualität, Vielfalt, Verlässlichkeit und ein hoher Innovationsgrad, um nur einige Stichpunkte zu nennen. Und das bei inhabergeführten Unternehmen, wo man sich Zeit nimmt, mit den Handelspartnern über das Produkt und den Markt zu sprechen.

Möbelmarkt:
Und wie können sich die Oberfranken im Wettbewerb am besten positionieren?

Christian Dahm:
Natürlich steht das Produkt im Vordergrund. Polstermöbel sind neben Küchen nun einmal der größte und wichtigste Verkaufsschlager. Aber den größten Vorteil sehe ich darüber hinaus in dem direkten Kontakt zwischen Einkäufer und Hersteller in eigenen Ausstellungsräumen. Intensive Gespräche über das Produkt und Vermarktungskonzepte können in einer optimalen Umgebung geführt werden. Und wer nicht lange im Auto sitzen möchte, wird die kurzen Wege schätzen und hat mehr Zeit, die Gastfreundschaft der Oberfranken zu genießen.

Möbelmarkt:
Wie sieht die Situation der oberfränkischen Hersteller aktuell aus und wo liegen die größten Herausforderungen?

Christian Dahm: 
Wir freuen uns auf einen lebhaften Messeherbst, der dem Handel neue Impulse für eine werthaltige Vermarktung liefert. Die bisherige Kaufzurückhaltung des Endkunden wird sich im Laufe des Jahres ändern. Die WM ist vorbei und die realen Einkommen sind gestiegen. Das wird die Kauflust anheizen, soweit es der Handel versteht, diese Begehrlichkeiten zu wecken! Hierfür bieten wir auf den Hausmessen beste Argumente.

Möbelmarkt: 
Wie entwickeln sich die Hausmessen in Richtung Internationalität? Welche Märkte sind da derzeit die interessantesten?

Christian Dahm: 
Bekanntermaßen spielen die Beneluxländer sowie unsere Freunde aus Österreich und der Schweiz eine besonders wichtige Rolle. Aber natürlich erwarten wir Kunden aus allen europäischen Ländern. Zukünftig wird auch die Entwicklung im Bereich des Objektgeschäfts interessant sein.

Möbelmarkt: 
Was gibt es Neues vom elektronischen Datenaustausch IDM Polster zwischen Hersteller und Handel? Welche Zwischenbilanz können Sie da ziehen?

Christian Dahm:
IDM-Polster ist ein gutes Beispiel, wie die Kooperation zwischen Handel und Hersteller zu effektiven und praxisorientierten Ergebnissen führen kann. Der Bedarf wurde erkannt und das Problem in gemeinsamen Sitzungen gelöst. Ein Standard ist die einzig sinnvolle Lösung und bietet für zukünftige Anwendungen alle Möglichkeiten.

Möbelmarkt: 
Wie geht es mit der Nachwuchsförderung weiter? Haben die ersten PolsterDays schon Erfolg gezeigt und das Interesse an den Berufen in der Polstermöbelindustrie wecken können?

Christian Dahm:
Nachwuchs bleibt ein wichtiges Thema in der gesamten Branche. Wir brauchen gut ausgebildete Mitarbeiter zur Entwicklung und Herstellung unserer Produkte. Die Branche bietet attraktive Entwicklungsmöglichkeiten und dies konnten wir in den Polster- Days darstellen. Wir werden uns auch zukünftig mehr in den Schulen zeigen. Und ja, die teilnehmenden Betriebe konnten auch konkrete Ausbildungsverträge abschließen und für eine kontinuierliche Nachwuchsförderung sorgen. Zusätzlich konnten wir die Ausbildungsordnung auf Anregung unseres Verbandes neu gestalten und den heutigen Anforderungen anpassen.

Möbelmarkt: 
Herr Dahm, vielen Dank für das Gespräch!
Michaela Höber

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