MÖBELMARKT Interview mit Christian Dahm

01.09.2015

Hausmessen Oberfranken

Einzigartiges Produktangebot zum optimalen Zeitpunkt

Wenn vom 27. bis 30. September 2015 die Hausmessen Oberfranken stattfinden, präsentiert die regionale Polstermöbelindustrie wieder ihre neuesten Trends und Innovationen in den eigenen Ausstellungsräumen. Christian Dahm, Geschäftsführer des Verbandes der Holzwirtschaft und Kunststoffverarbeitung Bayern/Thüringen, beleuchtet im Gespräch mit dem MÖBELMARKT die Stärken der oberfränkischen Polstermöbelindustrie und gibt einen Ausblick, was die Handelspartner in diesem Jahr auf den Hausmessen Oberfranken erwartet.

MÖBELMARKT: Die Hausmessen Oberfranken präsentieren sich in diesem Jahr mit einem neuen Key Visual. Was wollen Sie damit kommunizieren?

Christian Dahm: Unser diesjähriges Motto „Maßgeschneiderte Lösungen für individuelle Ansprüche“ stellt die Vielfalt und die Möglichkeiten der oberfränkischen Polstermöbel-industrie dar. Geblieben ist der Würfel als ein Symbol für Vielseitigkeit, aber auch Zusammengehörigkeit des gemeinsamen Messestandards. Jeder Aussteller ist Teil dieses Würfels, steht aber gleichzeitig für hohe Eigenständigkeit und Dynamik. Mit dem Hintergrund nehmen wir Bezug auf die Region Oberfranken, in der unsere Polstermöbel-unternehmen mit ihrer langen Tradition und großen Innovationsfähigkeit
zu Hause sind.

MM: Wie stellt sich die Region Oberfranken in diesem Jahr dar? Was dürfen die Besucher auf den Hausmessen erwarten?

Christian Dahm: Ganz klar, Oberfranken bietet für jede Gelegenheit das ideale Sofa. Insofern geben die Hausmessen Oberfranken den Startschuss für das vierte Quartal eines spannenden Möbeljahres. Ab dem 27. September 2015 bieten unsere 20 Aussteller in ihren Showrooms neue Ideen und Impulse, mit denen der Handel die Kauflust der Konsumenten anheizen wird. Wer einen Überblick über die Neuheiten der Branche bekommen möchte, muss jetzt nach Oberfranken kommen. Eingebettet im Messeherbst bieten wir dem Fachhandel die Möglichkeit, sich in aller Ruhe ein Bild über die attraktiven Kollektionen und Weiterentwicklungen unserer Hersteller zu verschaffen. Insofern bieten die Hausmessen
ein einzigartiges Produktangebot zum optimalen Zeitpunkt. Jeder einzelne Showroom ist daher für sich ein besonderes Erlebnis, das den Möbelhandel zum Staunen und Verweilen einlädt.

MM: Wo liegen die Stärken und die Einzigartigkeit der Hausmessen Oberfranken?

Christian Dahm: Die Region Oberfranken punktet vor allem mit ihrer attraktiven Infrastruktur aus kurzen Wegen. Hier findet sich die geballte Polstermöbelkompetenz konzentriert auf einem überschaubaren Gebiet. Unternehmen mit enormem Leistungspotenzial und Innovationskraft sind hier über Jahrzehnte gewachsen.
Im direkten Kontakt zwischen Einkäufer und Hersteller können in den eigenen Ausstellungsräumen intensive Gespräche über das Produkt und Vermarktungskonzepte geführt werden. Die Teilnehmer der Hausmessen bieten Qualität, Vielfalt, Verlässlichkeit, Individualität und Flexibilität. Unsere Unternehmen können fast jeden Wunsch des Handels erfüllen.

MM: Wie sieht die Umsatzsituation im ersten Halbjahr 2015 für die oberfränkischen Polstermöbler aus?

Christian Dahm: Das erste Quartal des Jahres war im Binnenmarkt überzeugend, die Entwicklung des Auftragseingangs im gesamten ersten Halbjahr positiv. Zwar ist auch der Außenhandel mit Polstermöbeln gewachsen, allerdings liegt hier der Zuwachs der Importe höher. Hiermit können wir natürlich nicht zufrieden sein.

MM: Wo liegen derzeit die stärksten Absatzmärkte?

Christian Dahm: Im Plus liegt der Außenhandel mit Polstermöbeln zurzeit mit Frankreich, der Schweiz und Großbritannien. Nicht so positiv haben sich dagegen die Exporte in die Niederlande und nach Belgien entwickelt.

MM: Und wie ist es um den Nachwuchs in der Polstermöbelindustrie bestellt? Geht die Aktion „PolsterDay“ weiter und konnten damit schon neue Fachkräfte für die Ausbildung gewonnen werden?

Christian Dahm: Auch im Jahr 2016 werden wir im Frühjahr unseren mittlerweile etablierten„Polster Day“ durchzuführen. Um Schülern und zukünftigen Auszubildenden unsere Branche und die spannenden Berufsbilder zu zeigen, öffnen die oberfränkischen Polstermöbelhersteller ihre Türen für Schulexkursionen, um zu zeigen, welch tolle Produkte hier entstehen. Der zukünftige Azubi kann sich über bestehende Ausbildungs- und Karrierechancen in der Branche informieren. Angesichts der demographischen Entwicklung wird es auch in Zukunft Kernarbeit bleiben, geeignete Auszubildende für unsere Branche zu finden. Wichtig ist daher, dass weder wir als Verband noch die Unternehmen in ihren Anstrengungen nachlassen. Bei unserem letzten Möbeltreff kam von Herstellerseite darüber hinaus die Anfrage, ob nicht auch geeignete Flüchtlinge für unsere Ausbildungen qualifiziert oder zumindest teilqualifiziert werden können. Hierfür suchen wir gerne zusammen mit der IHK Coburg nach Möglichkeiten, diese Menschen bei uns und in unserer Branche zu integrieren. Auch hier zeigt sich ein großes Engagement unserer oberfränkischen Hersteller.

MM: Vielen Dank für das Gespräch!
Michaela Höber

 

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