Die Stärken einer dynamischen Polster-Region

01.09.2016

Christian Dahm

Vom 25. bis 28. September öffnen die oberfränkischen Polstermöbel-Hersteller wieder ihre Showrooms und präsentieren im Rahmen der Hausmessen 2016 ihre neuen Designs, Trends und Innovationen. Die Region Oberfranken punktet vor allem mit ihrer attraktiven Infrastruktur aus kurzen Wegen, Hier findet sich die geballte Polstermöbelkompetenz konzentriert auf einem überschaubaren Gebiet. Christian Dahm, Geschäftsführer des Verbandes der Holzwirtschaft und Kunststoffverarbeitung Bayern/ Thüringen, gibt im Gespräch mit dem MÖBELMARKT einen Ausblick, was die Handelspartner in diesem Jahr auf den Hausmessen Oberfranken erwartet – und welche Botschaft hinter dem neuen Keyvisual steckt.

MM: Herr Dahm, die Hausmessen Oberfranken präsentieren sich in diesem Jahr mit einem ganz neuen Keyvisual: „Echte Originale. Die Köpfe hinter den starken Marken“. Wie kam es dazu und was will man damit genau kommunizieren?

Christian Dahm: Unsere diesjährige Marketingstrategie zielt auf eine der großen Stärken der Hausmessen Oberfranken und seiner Aussteller. Nachdem wir in den letzten Jahren die Kompetenz der Region betont haben, wollen wir jetzt die Menschen in den Vordergrund stellen. Das Tolle auf unseren Hausmessen ist ja, dass der Kunde nicht nur mit dem Vertrieb, sondern mit dem gesamten Team in Kontakt kommt. Vom Unternehmer selbst über den Designer bis hin zum Musterbauer stehen alle, die für Design, Entwicklung und Produktion von Sofas verantwortlich sind, als kompetente Fachleute zu Fachgesprächen zur Verfügung. Das unterscheidet uns von einer normalen Messe und macht uns einzigartig. Hierfür stehen die Unternehmer als Köpfe hinter den starken Marken, die als Entscheidungsträger ausgeprägte unternehmerische Verantwortung und Kundenorientierung leben. Diese Personen kann man treffend als „echte Originale“ bezeichnen. Sie repräsentieren das neue, sympathische Gesicht der Hausmessen Oberfranken 2016 unter dem Motto: Echte Originale – die Köpfe hinter den starken Marken.

MM: Was sehen Sie als Alleinstellungsmerkmal der Hausmessen Oberfranken?

Dahm: Es gibt nirgendwo sonst eine Messe, die sich so stark auf Polstermöbel spezialisiert hat. Besucher erhalten in kurzer Zeit einen sehr kompakten und einzigartigen Überblick über die neuesten Entwicklungen. Nirgendwo sonst finden Sie eine derartige Vielfalt an Innovationen bei hoher Produktqualität und Fertigungstiefe wie in Oberfranken. Zudem liegen die verschiedenen Aussteller nah beieinander. Und die inhabergeführten Polstermöbel- Hersteller sind kompetente Ansprechpartner für den meist mittelständischen Handel. Die Hausmesse Oberfranken ist die perfekte Plattform, um die partnerschaftlichen Kundenbeziehungen zu intensivieren und weiter auszubauen.

MM: Welchen Herausforderungen müssen sich die Polstermöbel-Hersteller derzeit stellen?

Dahm: Auf Herstellerseite sind dies neben dem großen internationalen Wettbewerb vor allem die Komplexität der Produkte und die dazugehörende Qualität. Und in Qualitätsfragen ist Oberfranken führend. Im Handel setzt sich der Konzentrationsprozess fort und nimmt sogar noch Fahrt auf. Profilieren will man sich dabei über exklusive Hausmarken – die Industrie muss die dadurch erhöhte Sortimentskomplexität stemmen, zugleich nimmt der Preisdruck nicht ab, und die Konditionsspirale dreht sich weiter. Darüber hinaus bleibt das Thema Digitalisierung, Internet und dessen Vermarktung in den nächsten Jahren ein Dauerbrenner sowohl für die Handelsals auch für die Herstellerseite. Hier setzen wir durch unseren in Oberfranken entstandenen Arbeitskreis und die daraus resultierende Zusammenarbeit mit dem IDM auf Branchenlösungen.

MM: Wie sieht die Bilanz des ersten Halbjahres 2016 für die Polstermöbel- Industrie aus?

Dahm: Die meisten Unternehmen sind bisher zufrieden und konnten das Wachstum aus 2015 halten und in 2016 fortsetzen. Sehr zufrieden sind wir dabei vor allem mit der Entwicklung im Binnenmarkt, aber auch die klassischen Exportmärkte zeigen eine stabile Entwicklung. Problematischer ist derzeit allerdings der Übersee-Export. Dazu kommt, dass die saisonal schwächere Zeit im Frühjahr nach meinem Empfinden in den letzten Jahren früher einsetzt. Insgesamt gehe ich mit guten Erwartungen in den Herbst.

MM: Welche Export-Märkte sind derzeit am interessantesten? Wo sehen Sie gute Absatzpotenziale?

Dahm: Natürlich ist das Hauptgeschäft nach wie vor unser Binnenmarkt mit den angrenzenden Nachbarn. Und dass das internationale Umfeld nicht leichter wird, zeigt ja schon der Brexit. Trotzdem sind die nach wie vor interessantesten Märkte: Asien, USA und Osteuropa. Hier sind verstärkt auch wir Verbände gefordert, um den Unternehmen die jeweiligen Rahmenbedingungen zu zeigen.

MM: Stichwort Fachkräfte-Mangel. Wie ist es denn um den Nachwuchs in der Polstermöbel-Industrie bestellt? War die Aktion „Polster Day“ erfolgreich?

Dahm: Im Frühjahr 2016 haben wir unseren mittlerweile etablierten „Polster Day“ durchgeführt. Um Schülern und zukünftigen Auszubildenden unsere Branche und die spannenden Berufsbilder zu zeigen, öffnen die oberfränkischen Polstermöbel-Hersteller alljährlich ihre Türen für Schulexkursionen, um zu zeigen, welch tolle Produkte hier entstehen. Der zukünftige Azubi kann sich über bestehende Ausbildungsund Karrierechancen in der Branche informieren. Angesichts der demographischen Entwicklung wird es auch in Zukunft Kernarbeit bleiben, geeignete Auszubildende für unsere Branche zu finden. Wichtig ist daher, dass weder wir als Verband noch die Unternehmen in ihren Anstrengungen nachlassen. Das Interesse der jungen Leute ist auf jeden Fall da, wie wir Jahr für Jahr bei den Exkursionen erleben. Unter www.polsterday.de informieren wir rund um unsere Ausbildungsoffensive.

MM: Wo liegt denn in diesem Jahr der Fokus bei den Hausmessen Oberfranken? Was erwartet die Einkäufer?

Dahm: Die Hausmessen Oberfranken sind für die Aussteller und den Fachhandel der wichtigste Messetermin des Jahres. Der Termin vom 25. September bis zum 28. September 2016 ist für jeden, der sich mit Polstermöbeln beschäftigt, das Highlight des Jahres. 21 Unternehmen der Region werden ihre Neuheiten und Innovationen in den hauseigenen Showrooms präsentieren. Konkret heißt das: Generell noch stärkerer Ausbau von Modul- und Plattformstrategien, Weiterentwicklung marktbegeisternder Formen und Funktionen, aber immer auch Modelle, die innovativ vollkommen neue Wege gehen. Sie können gespannt sein.

MM: Und was erwarten Sie sich persönlich von den Hausmessen Oberfranken?

Dahm: Am meisten freue ich mich auf die Gespräche. Auch für mich sind die Hausmessen der Branchentreff des Jahres! Aber natürlich freue ich mich auch auf die Neuheiten und Produktentwicklungen. Auch ich finde es spannend, wie viel innovativ Neues eine Branche dem Markt in kurzer Zeit anbieten kann. MM: Herzlichen Dank für Ihre Ausführungen, Herr Dahm! Michaela Höber

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